Operatives & Projekte

Hier finden Sie interessante Fallbeispiele und Methoden zum operativen und Projektbereich.

Zu diesem Gebiet zählen die Generierung, Auswahl und Umsetzung innovativer Ideen bis hin zur Markteinführung. Dabei geht es nicht nur um die Entwicklung einzelner Produkte oder Dienstleistungen, sondern auch um die Gestaltung effizienter Prozesse und die konkrete Umsetzung von Innovationsvorhaben im Unternehmensalltag. Nachhaltigkeit muss in jedem dieser Schritte konsequent mitgedacht werden – von der Produktentwicklung über die Lieferkette bis hin zum Lifecycle-Management. So wird sichergestellt, dass operative Aktivitäten nicht nur kurzfristigen wirtschaftlichen Erfolg bringen, sondern auch langfristig ökologischen und sozialen Mehrwert schaffen.

Fallbeispiele

Durch Kollaboration entlang der Wertschöpfungskette zur Recycling-Innovation @ BASF SE

Mit fast 100 Millionen Tonnen jährlich verursachen textile Abfälle ein massives Umweltproblem – 87 % davon landen auf Deponien oder werden verbrannt.

BASF zeigt mit loopamid®, wie sich dieser Abfall in eine wertvolle Ressource verwandeln lässt: ein vollständig recycelbares Polyamid 6 für die Textilindustrie, das erstmals in einer Zara-Jacke umgesetzt wurde – gemeinsam mit starken Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

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Design-for-Recycling & Launch am Beispiel von loopamid® @ BASF SE

Mit loopamid® bringt BASF eine wegweisende Innovation auf den Markt: ein vollständig recycelbares Polyamid 6, das aus textilen Abfällen gewonnen wird.

Der Launch in enger Zusammenarbeit mit Inditex ermöglichte es, die Lösung schrittweise unter realen Marktbedingungen zu testen, Feedback zu sammeln und Vertrauen entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette aufzubauen.

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Industriekollaboration am Beispiel des Verbundvorhabens „WaVe“ @ Commercial Vehicle Cluster – Nutzfahrzeug GmbH

Im Projekt „WaVe – Wasserstoffbasiertes Antriebssystem für Nutzfahrzeuge“ arbeiteten 19 Partner aus Industrie und Forschung eng zusammen, um ein emissionsfreies Antriebssystem für mittlere Nutzfahrzeuge zu entwickeln.

Das durch das BMWK geförderte Projekt zeigt, wie technologische Innovation durch systemische Entwicklung und starke Netzwerke beschleunigt werden kann.

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Innovationsworkshops für nachhaltigkeitsorientierte Innovation @ Worlée-Chemie GmbH

Wie lassen sich Nachhaltigkeit und Innovationskraft wirkungsvoll verbinden?

Ideenworkshops bieten Organisationen wie Worlée eine strukturierte Möglichkeit, interdisziplinäre Potenziale zu aktivieren – mit hoher Praxisnähe und messbarem Ergebnis. Durch die gezielte Einbindung interner und externer Akteure entstehen frühzeitig zukunftsweisende Lösungen, die auf reale Anforderungen ausgerichtet sind.

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Kaskadennutzung am Beispiel von Recycling-Hygienepapier @ WEPA Deutschland GmbH & Co. KG

WEPA nutzt ein innovatives Verfahren, um Hygienepapier aus recyceltem Karton herzustellen und so die Fasern mehrfach zu verwenden – ein Paradebeispiel für Kaskadennutzung.

Dieses Vorgehen verlängert den Lebenszyklus von Papierfasern, steigert die Ressourceneffizienz und trägt maßgeblich zur Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit bei.

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Marketingkampagne mit Aufklärungsfunktion @ WEPA Deutschland GmbH & Co. KG

Mit der Kampagne „Beige ist besser“ rückt WEPA die Vorteile von Hygienepapier aus recyceltem Karton in den Fokus – ein innovatives Produkt, das nicht nur nachhaltig, sondern auch überraschend weich ist.

Die groß angelegte Marketingaktion will aufklären, Vorurteile abbauen und Verbraucherinnen und Verbraucher für umweltbewusstes Konsumverhalten sensibilisieren.

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Nachhaltige Verbraucherkommunikation am Beispiel des Projekts „BrotWert“ @ Bäcker Görtz GmbH

Wie kann man Verbraucherinnen und Verbraucher wirksam für das Thema Lebensmittelverschwendung sensibilisieren?

Das Projekt „BrotWert“ der Bäckerei Görtz in Zusammenarbeit mit dem Institut für Management und Innovation (IMI) zeigt, wie gezielte, wissenschaftlich fundierte Kommunikation im Alltag Wirkung entfaltet – und damit Brot und Backwaren vor dem Wegwerfen bewahrt.

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Von Unternehmensleitbild bis Produktion: Nachhaltigkeit als Teil der Unternehmens-DNA @ Worlée-Chemie GmbH

Nachhaltigkeit ist bei Worlée-Chemie tief in der Unternehmens-DNA verwurzelt – von der traditionsbasierten Produktentwicklung über innovative, ressourcenschonende Verfahren bis hin zur gezielten Kulturarbeit durch ein mehrjähriges Führungskräfteprogramm.

Die Vision, der nachhaltigste Lieferant zu werden, wird dabei nicht nur formuliert, sondern durch konkrete Maßnahmen in Forschung, Produktion und Führung konsequent gelebt.

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Kreislaufwirtschaft als Serviceleistung: Reparatur & Retrofit @ Herrmann Ultraschalltechnik GmbH & Co. KG

Anstatt veraltete Maschinen einfach auszutauschen, setzt Herrmann Ultraschall auf einen nachhaltigeren Weg: Mit Reparaturservices, Ersatzteillieferungen und gezieltem Retrofit verlängert das Unternehmen die Lebensdauer von Ultraschallschweißanlagen im Feld – ein überzeugender Beitrag zur Ressourcenschonung und Kundenbindung gleichermaßen.

Der Ansatz verbindet ökologische Verantwortung mit wirtschaftlichem Nutzen und stärkt gleichzeitig das Vertrauen der Kunden.

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Ressourcenschonende Produktion und Lieferkette @ Bäcker Görtz GmbH

Verpackungen sparen, Energie zurückgewinnen und Lebensmittelabfälle vermeiden – ein innovatives Konzept im Bäckereihandwerk zeigt, wie ganzheitlich nachhaltiges Wirtschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette funktioniert. 

Die nahezu unverpackte, regional geschlossene Kreislaufwirtschaft verbindet ökologische Verantwortung mit betrieblicher Effizienz und dient als zukunftsweisendes Modell für das Lebensmittelhandwerk.

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Durch Strategie und Pilotprojekte in Richtung Klimaneutralität @ SCHOTT AG

SCHOTT geht neue Wege in der Glasproduktion: Mit dem Einsatz von Wasserstoff als primärem Energieträger will das Unternehmen einen der CO2-intensivsten Industrieprozesse nachhaltig transformieren.

Erste Tests zeigen: Emissionsärmeres Glas ist technisch machbar und bleibt qualitativ hochwertig.

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Ökologische Auswirkungen schon beim Verpackungsdesign mitdenken @ WEPA Deutschland GmbH & Co. KG

Das Unternehmen WEPA zeigt, wie Innovation und ökologische Verantwortung Hand in Hand gehen können – nicht nur beim Produkt, sondern auch bei der Verpackung.

Mit einem neu entwickelten Verfahren zur Herstellung von Hygienepapier aus recyceltem Karton und dem Ziel, Verpackungen konsequent nachhaltiger zu gestalten, wird das gesamte Produktökosystem neu gedacht.

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Technologiemanagement & strategische Vorausschau bei KÜBLER GmbH

Mit der Innovation „FUTURA“ (Fair.AIdH-Technologie) zeigt KÜBLER Hallenheizungen, wie moderne Technik sowohl Energieeffizienz als auch Substitution und damit Anpassungsfähigkeit an zukünftige Energiemärkte vereint.

Durch die Verbindung von Strom- und Gasbetrieb sowie integrierter Beleuchtung wird die Hallenheizung zu einer flexiblen und nachhaltigen Gesamtlösung.

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Digitale Hebel für die industrielle Wasserbehandlung @ Zahnen Technik GmbH

Die Zahnen Technik GmbH zeigt, wie Digitalisierung die Wasser- und Abwasserwirtschaft revolutioniert.

Mit zwei intelligenten Plattformlösungen werden sowohl der Betrieb als auch die Planung von Anlagen effizienter, ressourcenschonender und nachhaltiger gestaltet.

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Mit dem planetenzentrierten Innovationsprozess zur zirkulären Innovation @ Hansgrohe SE

Hansgrohe stellt sich der Herausforderung, Design, Komfort und Umweltschutz zu vereinen – mit der Planet Edition, einer innovativen Produktlinie, die Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und Ästhetik auf neue Weise verbindet.

Das Beispiel zeigt, wie ein planetenzentrierter Innovationsprozess echte Transformation ermöglicht – von der Problemdefinition bis zur marktfähigen Lösung.

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Mit strukturiertem Innovationsprozess und Integration in Bestandsanlagen zum Erfolg @ RENOLIT SE

Das bio@-Projekt von RENOLIT markiert einen strategischen Durchbruch mit der Entwicklung und Markteinführung von biobasiertem PVC.

Durch enge Kundenkollaboration und eine systematische Innovationssteuerung gelang es, in Rekordzeit ein nachhaltiges Produkt auf den Markt zu bringen und damit eine führende Position in der Branche einzunehmen.

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Methoden

Biomimicry

Biomimicry überträgt bewährte Prinzipien aus der Natur auf technische, gestalterische und organisatorische Herausforderungen. Die Methode sucht nach Lösungen, die ökologisch sinnvoll, effizient und wirtschaftlich tragfähig sind – inspiriert durch Prozesse, Formen und Strategien, die sich in Milliarden Jahren Evolution bewährt haben.

Typische Anwendungsfelder sind Materialentwicklung, Energie- und Umwelttechnik sowie Medizin und Biotechnologie.

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Circular- und Eco-Design

Circular- bzw. Eco-Design bezeichnet eine ganzheitliche Gestaltungsstrategie, die Produkte, Prozesse und Services so entwirft, dass sie umweltverträglich und ressourceneffizient sind.

Das Kernziel der Circular-Design- bzw. Eco-Design-Methode besteht in der Schließung von Materialkreisläufen.

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Co-Creation-Workshops

Ein Co‑Creation‑Workshop ist ein moderierter, meist ein‑ bis zweitägiger Sprint zur Ideenfindung, in dem heterogene Stakeholder­gruppen gemeinsam Bedürfnisse erkunden, Ideen generieren und erste Konzepte verproben.

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Design Thinking

Design Thinking ist ein strukturierter Innovationsansatz, der durch kreatives und analytisches Arbeiten in interdisziplinären Teams nutzerzentrierte Lösungen für komplexe Fragestellungen entwickelt. Im Zentrum steht das tiefe Verständnis der Bedürfnisse der Zielgruppe – durch direkte Beobachtung, Gespräche und Tests. Erste Ideen werden schnell als Prototypen umgesetzt, um Feedback zu gewinnen und kontinuierlich zu verbessern.

Die Methode eignet sich besonders bei unklaren oder dynamischen Herausforderungen – weit über einen einmaligen Workshop hinaus.

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Effectuation

Effectuation ist eine unternehmerische Methode, bei der ausgehend von vorhandenen Mitteln und Kooperationen pragmatisch Lösungswege erprobt werden, statt auf umfangreichen Planungen und Vorhersagen zu beharren.

Sie bietet insbesondere in Situationen hoher Unsicherheit Handlungsspielräume, ohne dabei die Verantwortlichkeit der handelnden Personen zu vernachlässigen.

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Nachhaltigkeit als Geschäftsmodell: Die Flourishing Business Canvas

Die von Osterwalder entwickelte Business Model Canvas ist ein bewährtes Werkzeug, um die Art und Weise, wie ein Unternehmen seine Geschäfte betreibt, übersichtlich darzustellen und zu analysieren. Inzwischen gibt es verschiedene Weiterentwicklungen, die das klassische Modell um Nachhaltigkeitsaspekte ergänzen.

Dazu gehört etwa die Flourishing Business Canvas, die neben ökonomischen auch ökologische und soziale Dimensionen berücksichtigt und Unternehmen dabei unterstützt, Nachhaltigkeit stärker in ihre Geschäftsmodelle zu integrieren.

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Life Cycle Assessment

Life Cycle Assessment (LCA), im Deutschen auch Lebenszyklusanalyse genannt, dient der ganzheitlichen Umweltbewertung von Produkten, Dienstleistungen oder ganzen Geschäftsmodellen über den gesamten Lebenszyklus hinweg – von der Rohstoffgewinnung über Produktion, Distribution und Nutzung bis zur Entsorgung oder Wiederverwendung.

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Massenbilanz-Ansatz

Der Massenbilanz-Ansatz ist ein bilanzierendes Verfahren, das angewendet werden kann, wenn alternative und fossile Rohstoffe gemeinsam in einem Produktionsprozess verarbeitet werden. Die jeweiligen Mengenanteile werden erfasst und rechnerisch auf die hergestellten Produkte verteilt.

Unter definierten Bedingungen können z. B. Verpackungen gemäß der EU-Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (Packaging & Packaging Waste Regulation, PPWR) als "aus recyceltem Material hergestellt" ausgewiesen werden, um gesetzliche Rezyklatquoten zu erfüllen – auch wenn der physische Rohstoffanteil im einzelnen Produkt variieren kann.

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Suchfeldanalyse

Die Suchfeldanalyse dient als strategischer Kompass, um verborgene Kundenbedürfnisse und unerschlossene Marktpotenziale aufzudecken. In einem Umfeld stetiger Trends und hoher Informationsflut hilft sie, relevante Signale von bloßem Rauschen zu trennen. Dadurch lassen sich Strategien zielgerichtet auf die tatsächlichen Anforderungen der Zielgruppe ausrichten und nachhaltiger Markterfolg sichern.

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