Anwendungsbeispiel
Pizzeria aus Tangstedt: Ein Effectuation-Beispiel
Wie aus einer Krise ein neues Geschäft entstand
Ein Anwendungsbeispiel für Effectuation aus der Praxis ist die Geschichte eines Gastronomen aus Tangstedt, der während des Lockdowns der Coronapandemie vor der Herausforderung stand, seine Pizzeria schließen zu müssen. Anstatt aufzugeben, nutzte er seine vorhandenen Ressourcen – seine Küche, seine Backkünste und den Kontakt zu seinen Stammkunden – und begann, seine Pizzen einzufrieren und direkt zu verkaufen. Die Nachfrage stieg schnell an, sodass er in eine professionelle Kühlanlage investierte und schließlich eine Supermarktkette als Partner gewann.
Das Beispiel verdeutlicht die Effectuation-Prinzipien:
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Ausgangssituation: Der Lockdown im Zuge der Corona-Krise zwang zur Schließung des Restaurants und erforderte schnelles Umdenken.
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Mittelorientierung (Bird in Hand): Der Gastronom setzte auf das, was ihm zur Verfügung stand – Know-how, Ausstattung und Kundenbeziehungen.
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Leistbarer Verlust (Affordable Loss): Er startete mit überschaubarem Risiko, indem er zunächst nur für seine Stammkunden produzierte.
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Partnerschaften (Crazy Quilt): Durch die positive Resonanz entstanden neue Kooperationen, etwa mit einer Supermarktkette.
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Zufall nutzen (Lemonade): Die Krise wurde zur Chance, ein neues Geschäftsmodell zu entwickeln und das Unternehmen zu erweitern.
Das Beispiel zeigt, wie unternehmerisches Handeln nach Effectuation auch in unsicheren Zeiten zu innovativen Lösungen führen kann. Durch den Fokus auf vorhandene Mittel, leistbaren Verlust und das Eingehen neuer Partnerschaften konnte der Gastronom nicht nur sein Geschäft retten, sondern nachhaltig ausbauen.
https://www.abendblatt.de/region/norderstedt/article230927048/Tiefkuehlpizza-Coronavirus-Norderstedt-neue-Idee-statt-frischer-Restaurant-Kueche.html
https://www.tomorrow.tools/post/effectuation-beispiel-von-der-pizzeria-zur-tiefk%C3%BChlrevolution-ein-praxisbeispiel-f%C3%BCr-gesch%C3%A4ftsanp