Der Massenbilanz-Ansatz ist ein bilanzierendes Verfahren, das angewendet werden kann, wenn alternative und fossile Rohstoffe gemeinsam in einem Produktionsprozess verarbeitet werden. Die jeweiligen Mengenanteile werden erfasst und rechnerisch auf die hergestellten Produkte verteilt. Unter definierten Bedingungen können z. B. Verpackungen gemäß der EU-Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (Packaging & Packaging Waste Regulation, PPWR) als "aus recyceltem Material hergestellt" ausgewiesen werden, um gesetzliche Rezyklatquoten zu erfüllen – auch wenn der physische Rohstoffanteil im einzelnen Produkt variieren kann.
Wird in einer Produktionsanlage eine Mischung aus 30 % recyceltem Kunststoff und 70 % Neuware verarbeitet, kann der Massenbilanz-Ansatz rechnerisch 30 % des gesamten Produktausstoßes als „recycelt“ ausweisen – auch wenn einzelne Verpackungen vollständig aus Neuware oder vollständig aus Recyclingmaterial bestehen können.