Strategie

Hier finden Sie Fallbeispiele aus der Praxis sowie geeignete Methoden zum Thema Strategie.

Strategische Weichenstellungen betreffen grundlegende Entscheidungen über Technologien, Marktpositionierungen und die Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle. Sie legen damit die Basis, auf der sich Innovationsaktivitäten langfristig entfalten können. Entscheidend ist, Innovationsdynamik mit dauerhaftem ökologischen und gesellschaftlichen Nutzen zu verbinden.

Dazu gehört, Nachhaltigkeitsziele eng mit finanziellen Zielsetzungen und der Unternehmensvision zu verknüpfen, um klare Orientierung für nachgelagerte Strukturen, Prozesse und Projekte zu schaffen. Auf diese Weise wird Strategie zu einem verbindenden Rahmen, der die Richtung vorgibt und gleichzeitig genügend Flexibilität lässt, um auf veränderte Markt- und Umweltbedingungen reagieren zu können.

Fallbeispiele

Digitale Hebel für die industrielle Wasserbehandlung @ Zahnen Technik GmbH

Die Zahnen Technik GmbH zeigt, wie Digitalisierung die Wasser- und Abwasserwirtschaft revolutioniert.

Mit zwei intelligenten Plattformlösungen werden sowohl der Betrieb als auch die Planung von Anlagen effizienter, ressourcenschonender und nachhaltiger gestaltet.

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Das zirkuläre Geschäftsmodell von loopamid® @ BASF SE

Um die Kreislaufwirtschaft in der Textilindustrie voranzutreiben, hat BASF Anfang 2024 mit loopamid® eine Lösung eingeführt, um den Kreislauf von Polyamid 6-haltigen Textilien in der Bekleidungsindustrie zu schließen, indem textile Abfälle als wertvolle Ressource wiederverwendet werden.

Dies trägt nicht nur zur Reduzierung des fossilen Rohstoffverbrauchs bei, sondern sorgt auch dafür, dass PA6-haltige Textilien recycelt und in den Kreislauf zurückgeführt werden können.

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Industriekollaboration am Beispiel des Verbundvorhabens „WaVe“ @ Commercial Vehicle Cluster – Nutzfahrzeug GmbH

Im Projekt „WaVe – Wasserstoffbasiertes Antriebssystem für Nutzfahrzeuge“ arbeiteten 19 Partner aus Industrie und Forschung eng zusammen, um ein emissionsfreies Antriebssystem für mittlere Nutzfahrzeuge zu entwickeln.

Das durch das BMWK geförderte Projekt zeigt, wie technologische Innovation durch systemische Entwicklung und starke Netzwerke beschleunigt werden kann.

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Von Unternehmensleitbild bis Produktion: Nachhaltigkeit als Teil der Unternehmens-DNA @ Worlée-Chemie GmbH

Nachhaltigkeit ist bei Worlée-Chemie tief in der Unternehmens-DNA verwurzelt – von der traditionsbasierten Produktentwicklung über innovative, ressourcenschonende Verfahren bis hin zur gezielten Kulturarbeit durch ein mehrjähriges Führungskräfteprogramm.

Die Vision, der nachhaltigste Lieferant zu werden, wird dabei nicht nur formuliert, sondern durch konkrete Maßnahmen in Forschung, Produktion und Führung konsequent gelebt.

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Nachhaltigkeit als Gesamtkonzept – vom Gebäude bis zum Produktionsprozess @ John Deere GmbH & Co. KG, Mannheim

Mit der Inbetriebnahme einer hochmodernen Lackieranlage zeigt John Deere am Standort Mannheim, wie Industrieproduktion nachhaltiger gestaltet werden kann.

Die Anlage verbindet Umwelttechnik, Ressourceneffizienz und Klimaschutz auf wegweisende Weise – ein Best-Practice-Beispiel für nachhaltige Transformation in der Industrie.

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Mit einer Nischenstrategie zum Erfolg @ Zahnen Technik GmbH

Wie lässt sich hochmoderne Abwasserreinigung flexibel, kostengünstig und klimafreundlich in unterschiedlichste Umgebungen integrieren? Pure Water by zahnen liefert die Antwort: eine modulare, skalierbare Lösung, die weltweit einsetzbar ist – von Krankenhäusern bis hin zu kommunalen Kläranlagen.

Gleichzeitig setzt Zahnen gezielt auf Nischenmanagement: Die Erschließung spezieller Marktsegmente mit klar definierten Umweltproblemen macht das Unternehmen zum Vorreiter in der nachhaltigen Wasseraufbereitung.

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Mit einem strategischen Gesamtvorhaben zum Zukunftsantrieb @ Commercial Vehicle Cluster – Nutzfahrzeug GmbH

Mit einer technologieoffenen Wasserstoffstrategie treibt das Commercial Vehicle Cluster (CVC) Südwest seit 2019 gezielt die Entwicklung nachhaltiger Antriebstechnologien für Nutzfahrzeuge voran.

Durch Netzwerkbildung, koordinierte Innovationsprojekte und strategische Einflussnahme auf die politischen Rahmenbedingungen positioniert sich Rheinland-Pfalz als Vorreiterregion für Wasserstofflösungen im Verkehrssektor.

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Durch Strategie und Pilotprojekte in Richtung Klimaneutralität @ SCHOTT AG

SCHOTT geht neue Wege in der Glasproduktion: Mit dem Einsatz von Wasserstoff als primärem Energieträger will das Unternehmen einen der CO2-intensivsten Industrieprozesse nachhaltig transformieren.

Erste Tests zeigen: Emissionsärmeres Glas ist technisch machbar und bleibt qualitativ hochwertig.

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Nachhaltigkeit durch partizipative Strategieentwicklung verankern @ Zahnen Technik GmbH

Zahnen Technik zeigt beispielhaft, wie Nachhaltigkeit im Innovationsmanagement durch einen partizipativen, systematischen Strategieprozess verankert werden kann.

Das mittelständische Unternehmen bindet Führungskräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv in die kontinuierliche Weiterentwicklung seiner nachhaltigen Wasser- und Abwasserlösungen ein – ein Erfolgsrezept für Innovationskraft und Umweltverantwortung.

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Technologiemanagement & strategische Vorausschau bei KÜBLER GmbH

Mit der Innovation „FUTURA“ (Fair.AIdH-Technologie) zeigt KÜBLER Hallenheizungen, wie moderne Technik sowohl Energieeffizienz als auch Substitution und damit Anpassungsfähigkeit an zukünftige Energiemärkte vereint.

Durch die Verbindung von Strom- und Gasbetrieb sowie integrierter Beleuchtung wird die Hallenheizung zu einer flexiblen und nachhaltigen Gesamtlösung.

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Nachhaltigkeit durch spezifische Rollen und interdisziplinäre Zusammenarbeit @ Worlée-Chemie GmbH

Worlée-Chemie investiert gezielt in personelle Strukturen zur strategischen Verankerung von Nachhaltigkeit – etwa durch die Schaffung einer dedizierten Stelle für Nachhaltigkeitsmanagement.

Ergänzend wurde das interdisziplinäre Sustainable Products Promotion Team (SPP-Team) gegründet, das Fachwissen aus verschiedenen Unternehmensbereichen bündelt und eine fundierte, messbare Nachhaltigkeitsstrategie in der Produktentwicklung vorantreibt.

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Strukturierte Innovationskraft mit Weitblick: Ressourcenallokation nach dem 70:20:10-Ansatz @ Hansgrohe SE

Mit dem 70:20:10-Modell steuert die Hansgrohe SE ihre Innovationsstrategie gezielt entlang unterschiedlicher Risikostufen.

Der Mix aus sicherem Kerngeschäft, angrenzenden Ideen und disruptivem Denken ermöglicht nicht nur stabile Wertschöpfung, sondern auch die gezielte Erschließung neuer Märkte und Technologien – mit messbarem strategischen Vorteil gegenüber der Konkurrenz.

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Aufbau neuer, nachhaltigkeitsorientierter Geschäfte am Beispiel der Wöllner GmbH

Das international tätige, mittelständische Chemieunternehmen Wöllner GmbH aus Ludwigshafen am Rhein blickt auf über 125 Jahre Erfahrung zurück und beliefert B2B-Kunden mit innovativen Produkten.

Um zukunftsfähig zu bleiben, nutzte Wöllner eine systematische Suchfeldanalyse, um neue, nachhaltigkeitsorientierte Geschäftsfelder zu identifizieren. Daraus entstand u. a. der Geschäftsbereich der industriellen Wasserbehandlung auf probiotischer Basis, ein nachhaltiges Verfahren mit klaren ökologischen und ökonomischen Vorteilen.

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Methoden

Backcasting

Backcasting ist eine strategische Planungsmethode, bei der nicht vom aktuellen Stand, sondern von einem angestrebten Zukunftszustand aus rückwärts geplant wird – z. B. eine klimaneutrale Produktion, eine vollständig digitalisierte Lieferkette oder ein zirkuläres Geschäftsmodell. Ausgehend von dieser Vision werden konkrete Schritte, Meilensteine und Zuständigkeiten identifiziert, um den Weg dorthin realistisch und strukturiert zu gestalten.

Das Ergebnis: Ein klarer, langfristig tragfähiger Fahrplan für Ihre Transformation.

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Effectuation

Effectuation ist eine unternehmerische Methode, bei der ausgehend von vorhandenen Mitteln und Kooperationen pragmatisch Lösungswege erprobt werden, statt auf umfangreichen Planungen und Vorhersagen zu beharren.

Sie bietet insbesondere in Situationen hoher Unsicherheit Handlungsspielräume, ohne dabei die Verantwortlichkeit der handelnden Personen zu vernachlässigen.

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Nachhaltigkeit als Geschäftsmodell: Die Flourishing Business Canvas

Die von Osterwalder entwickelte Business Model Canvas ist ein bewährtes Werkzeug, um die Art und Weise, wie ein Unternehmen seine Geschäfte betreibt, übersichtlich darzustellen und zu analysieren. Inzwischen gibt es verschiedene Weiterentwicklungen, die das klassische Modell um Nachhaltigkeitsaspekte ergänzen.

Dazu gehört etwa die Flourishing Business Canvas, die neben ökonomischen auch ökologische und soziale Dimensionen berücksichtigt und Unternehmen dabei unterstützt, Nachhaltigkeit stärker in ihre Geschäftsmodelle zu integrieren.

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Horizon Scanning

Horizon Scanning ist ein strukturiertes Verfahren, bei dem möglichst viele relevante Quellen nach frühen Signalen, Trends, Innovationen und Veränderungen abgesucht werden, um frühzeitig strategisch bedeutsame und disruptive Entwicklungen zu identifizieren.

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Nachhaltige SWOT-Analyse

Die SWOT-Analyse ermöglicht eine qualitative Bewertung von Stärken (Strengths), Schwächen (Weaknesses), Chancen (Opportunities) und Risiken (Threats) – sowohl hinsichtlich der Unternehmensstrategie als auch von Produkten oder allgemeinen Veränderungen.

Die darauf aufbauende Sustainability SWOT-Analyse (sSWOT) erweitert diesen Ansatz um ökologische, soziale und regulatorische Aspekte. Dabei werden sowohl der aktuelle Zustand als auch die zukünftige Entwicklung in den Bereichen Umwelt, Soziales, Wirtschaft, Technologie und regulatorische Rahmenbedingungen betrachtet.

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Nachhaltigkeitsorientierte Umfeldanalyse (PESTEL)

Die nachhaltigkeitsorientierte PESTEL-Analyse (Political, Economic, Social, Technological, Environmental, Legal) ist eine strukturierte Methode, um externe Einflussfaktoren auf ein Unternehmen zu untersuchen und wurde durch den Fokus auf Nachhaltigkeit erweitert, um ökologische und soziale Trends präziser zu betrachten.

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Nachhaltigkeitsroadmap

Eine Nachhaltigkeitsroadmap ist ein strategischer Plan, der zentrale Nachhaltigkeitsziele – etwa Klimaneutralität, Ressourcenschonung oder faire Arbeitsbedingungen – sowie die dazugehörigen Meilensteine und Maßnahmen in zeitlicher Abfolge darstellt.

Im Mittelpunkt dieser Methode steht die Visualisierung der erforderlichen Schritte in einer solchen Roadmap.

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SDG-Analyse

Die SDG-Analyse ist ein strukturiertes Verfahren, um Geschäftsmodelle, Produkte, Prozesse oder Services auf ihre Beiträge zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung – den sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs) – zu bewerten und Optimierungs- bzw. Innovationspotenziale abzuleiten.

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Suchfeldanalyse

Die Suchfeldanalyse dient als strategischer Kompass, um verborgene Kundenbedürfnisse und unerschlossene Marktpotenziale aufzudecken. In einem Umfeld stetiger Trends und hoher Informationsflut hilft sie, relevante Signale von bloßem Rauschen zu trennen. Dadurch lassen sich Strategien zielgerichtet auf die tatsächlichen Anforderungen der Zielgruppe ausrichten und nachhaltiger Markterfolg sichern.

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Szenario-Methodik

Die Strategische Vorausschau mittels Szenario-Methodik untersucht explorativ mögliche zukünftige Entwicklungen systematisch, um mehrere plausible und konsistente Bilder der Zukunft zu entwerfen und daraus robuste Handlungsoptionen abzuleiten.

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