Anwendungsbeispiel
Nachhaltige Verkehrswende in Dresden
Im Projekt „Transformationsarena für einen zukunftsfähigen Stadtverkehr in Dresden“ wurde die Backcasting-Methode im Jahr 2020 mit rund 30 lokalen Akteuren eingesetzt. Fünf Zukunftsvisionen für das Jahr 2050 dienten als Ausgangspunkt – z. B. eine klimaresiliente, gerechte und menschenfreundliche Stadt.
Von diesen Zielbildern aus wurden konkrete Etappenziele für 2045, 2035 und 2025 rückwärts definiert. Unterstützt durch visualisierte Zeitachsen und interaktive Karten entstanden Transformationspfade, die unter anderem folgende Maßnahmen umfassten:
- Rückbau von Autoverkehrsflächen zugunsten von Grünräumen
- Förderung multimodaler Mobilität
- Ausbau sicherer Radinfrastruktur
- Umgestaltung des öffentlichen Raums zu lebenswerten Quartieren
Ein wichtiger Bestandteil waren „Transformationsexperimente“ – also kurzfristig realisierbare Pilotprojekte wie:
- Pop-up-Radwege
- Temporäre autofreie Zonen
- Mobilitätswoche in einem Stadtteil
Diese Experimente sollten konkrete Veränderungen erlebbar machen, erste Erfahrungen liefern und die Beteiligung der Stadtgesellschaft fördern – ein zentraler Erfolgsfaktor für den langfristigen Wandel.
Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung. (2020). Transformationsarena für einen zukunftsfähigen Stadtverkehr in Dresden. Teil 3 – Backcasting. Synthesepapier.