Governance & Strukturen

Hier finden Sie Fallbeispiele aus der Praxis und geeignete Methoden zum Thema Governance und Strukturen.

Im Zentrum stehen die Klärung von Verantwortlichkeiten, der Aufbau eines nachhaltigkeitsorientierten Controllings sowie die Entwicklung passender organisatorischer Strukturen. Dazu zählen beispielsweise Nachhaltigkeits- und Innovationsabteilungen, interdisziplinäre Teams oder die enge Verzahnung von Forschung und Entwicklung.

Strukturen und Governance-Mechanismen schaffen die notwendige Stabilität, damit Nachhaltigkeits- und Innovationsziele nicht nur auf strategischer Ebene formuliert, sondern auch im Tagesgeschäft wirksam umgesetzt werden. Sie fördern Transparenz, erleichtern die Koordination zwischen unterschiedlichen Unternehmensbereichen und stellen sicher, dass Fortschritte messbar bleiben. Auf diese Weise bilden Governance und Strukturen das Rückgrat einer Organisation, die Innovation und Nachhaltigkeit gleichermaßen verankern möchte.

Fallbeispiele

Nachhaltigkeit durch spezifische Rollen und interdisziplinäre Zusammenarbeit @ Worlée-Chemie GmbH

Worlée-Chemie investiert gezielt in personelle Strukturen zur strategischen Verankerung von Nachhaltigkeit – etwa durch die Schaffung einer dedizierten Stelle für Nachhaltigkeitsmanagement.

Ergänzend wurde das interdisziplinäre Sustainable Products Promotion Team (SPP-Team) gegründet, das Fachwissen aus verschiedenen Unternehmensbereichen bündelt und eine fundierte, messbare Nachhaltigkeitsstrategie in der Produktentwicklung vorantreibt.

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InnovationLab als zentraler Ort & Treiber nachhaltiger Innovation bei Zahnen Technik GmbH

Die Zahnen Technik GmbH hat mit dem InnovationLab einen zentralen Ort geschaffen, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fachübergreifend auszubilden und gleichzeitig mit Forschung und Entwicklung zu verbinden.

Das Ziel ist klar: Kunden weltweit mit nachhaltigen und innovativen Lösungen für sauberes Wasser zu versorgen.

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Nachhaltigkeitsziele: Zertifizierung durch Science Based Targets Initiative @ MVV Energie AG

Die MVV Energie AG hat als eines der ersten deutschen Energieunternehmen ihre Klimaziele durch die internationale Science Based Targets initiative (SBTi) verifizieren lassen – und sich dabei klar dem 1,5-Grad-Ziel verpflichtet.

Mit ambitionierten Reduktionspfaden für alle Emissionsbereiche setzt MVV neue Maßstäbe für wissenschaftlich fundierten Klimaschutz in der Energiebranche.

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Methoden

Life Cycle Assessment

Life Cycle Assessment (LCA), im Deutschen auch Lebenszyklusanalyse genannt, dient der ganzheitlichen Umweltbewertung von Produkten, Dienstleistungen oder ganzen Geschäftsmodellen über den gesamten Lebenszyklus hinweg – von der Rohstoffgewinnung über Produktion, Distribution und Nutzung bis zur Entsorgung oder Wiederverwendung.

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Doppelte Wesentlichkeitsanalyse

Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse ist ein strategisches Instrument, das Organisationen hilft, relevante Themen hinsichtlich ihrer Bedeutung für Stakeholder und die Unternehmensstrategie zu identifizieren und zu priorisieren. Sie geht insbesondere auf die doppelte Materialität ein, d. h. den Einfluss eines Unternehmens auf die Umwelt und den Einfluss der Umwelt auf ein Unternehmen.

Zur Identifizierung wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekte werden sowohl externe Erwartungen als auch interne Geschäftsziele berücksichtigt, um Schwerpunkte zu setzen und transparent zu kommunizieren.

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Massenbilanz-Ansatz

Der Massenbilanz-Ansatz ist ein bilanzierendes Verfahren, das angewendet werden kann, wenn alternative und fossile Rohstoffe gemeinsam in einem Produktionsprozess verarbeitet werden. Die jeweiligen Mengenanteile werden erfasst und rechnerisch auf die hergestellten Produkte verteilt.

Unter definierten Bedingungen können z. B. Verpackungen gemäß der EU-Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (Packaging & Packaging Waste Regulation, PPWR) als "aus recyceltem Material hergestellt" ausgewiesen werden, um gesetzliche Rezyklatquoten zu erfüllen – auch wenn der physische Rohstoffanteil im einzelnen Produkt variieren kann.

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Supplier Sustainability Assessment

Das Supplier Sustainability Assessment (SSA) – im Deutschen auch als nachhaltige Lieferantenbewertung bekannt – ist ein Prüf‑ und Bewertungs­prozess, mit dem Unternehmen die ESG‑Leistung ihrer Lieferanten erfassen, bewerten und verbessern.

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Nachhaltigkeits-Reporting-Standards implementieren

Immer mehr Unternehmen sind angehalten, ihre nachhaltigen Praktiken transparent zu dokumentieren.

Die vorgestellte Methode zeigt, wie organisatorische, technische und inhaltliche Schritte systematisch umgesetzt werden können, um regionale oder internationale Nachhaltigkeitsstandards (ESRS, ISSB, GRI 2021 ff.) zu messen, zu prüfen und regelmäßig zu veröffentlichen.

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